Freitag, 20. Februar 2009

Zusammenfassung

Vor 5 Monaten und 3 Tagen kam ich in Sheffield an, war total aufgeregt und nervös und jetzt sitze ich hier in Hoyerswerda entspannt in meinem Zimmer um einige Erfahrungen reicher. Es war nicht das beste halbe Jahr in meinem bisherigen Leben. Es war ein interessantes, emotionsreiches, abwechslungsreiches und völlig anderes halbes Jahr in meinem Leben und ich bereue nicht, dass ich das gemacht habe. Ich würde gleichzeitig jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen so ein Auslandssemester zu machen. Man kann nicht alle Erfahrungen mündlich weitergeben. Es ist einfach zu komplex. Dazu kommt noch, dass jeder sein Auslandssemester anders sieht. Es gibt die, die sagen, dass es definitiv das beste halbe Jahr ihres Lebens war. Es gibt welche, die sich in der Zeit nutzlos und unzufrieden gefühlt haben, welche, die einsam waren, welche, die ihre gesteckten Ziele nicht mal annähernd erreicht haben. Man kann das nicht verallgemeinern und die Erasmus-Vorurteile die man so haben kann, treffen auch "nur" auf vielleicht 50% der Studenten zu.

In den letzten 5 Monaten habe ich viel über meine sozialen Fähigkeiten, oder besser: über die Grenzen meiner sozialen Fähigkeiten gelernt. Ich habe einiges über die Briten gelernt, und weiß Deutschland jetzt teilweise mehr zu schätzen. Ich habe auch festgestellt, dass ich deutscher bin als ich dachte. Ich kann jetzt auch die Unis vergleichen. Leider muss man da sagen, dass ich so wirklich nur Mathe in Sheffield mit Mathe in Dresden vergleichen kann, alles andere sind mehr Informationen aus zweiter Hand. Ich hatte einen interessanten kulturellen Austausch innerhalb meines Hauses (Spanier schneiden Pizza, Fleisch, Fisch usw. mit der Schere... also nicht beim Essen sondern bei der Zubereitung.) Ich weiß jetzt, dass man im gesamten Europa die gleichen Probleme mit der Männerwelt hat. Weiß, wie man in Spanien, Schweden, Polen und Frankreich Weihnachten feiert (was teilweise sehr von unseren Traditionen abweicht.) Und ich habe in einigen Ländern Europas jetzt eine mögliche Schlafunterkunft. Ironischerweise zählt England nicht dazu. Und natürlich kann ich jetzt besser englisch als vorher.

Es war nicht nur immer gut, es war für mich persönlich schwer am Anfang... ich brauch eine Weile um mit Menschen klarzukommen. Aber ich weiß jetzt auch, dass ich mich im Endeffekt schon zurechtfinde. Und ich würde es wieder tun (natürlich mit einem anderen Land...)

Gut, damit würde ich meinen Blog beenden. Vielen Dank an alle, die mal reingeschaut haben und der Existenz dieses Blogs damit Sinn gegeben haben :) Und bei den gleichen Menschen möchte ich mich gleich entschuldigen: Ich weiß nicht von allen, ob sie regelmäßig gelesen haben oder nicht und ich vergesse manchmal auch, was ich eigentlich geschrieben habe. Also wenn ich etwas doppelt erzähle, nehmt's mir bitte nicht übel; mein Gedächtnis hat sich im letzten halben Jahr nämlich definitiv nicht gebessert. Vielen Dank auch an Alexandra, der ich diesen Platz hauptsächlich verdanke!

In diesem Sinne: Thank you very much indeed! ;)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Suse, ich denke,ich war eine der treuesten Leser Deines Blogs, nicht zuletzt aus der Tatsache und dem daraus resultierenden Interesse heraus, dass Heidi auch gerade in England ist. Ich fand es sehr interessant. Schade, dass es nun vorbei ist, aber alles hat seine Zeit. Viel Erfolg bei Deinen weiteren Vorhaben.
Die Tinamutti