Der Turm war aufgrund des schlechten Wetters allerdings geschlossen. Gleich neben den Ruinen wurde die neue Cathedral gebaut:
So richtig kann ich modernen Kathedralen nichts abgewinnen. Die sehen immer etwas wie "gewollt und nicht gekonnt" aus:
Coventry ist übrigens eine von Dresdens Partnerstädten.
Danach haben wir uns das Coventry Transport Museum angesehen:
Die Ausstellung fing ziemlich weit in der Vergangenheit an:
Und ging dann bis zur Morderne:
Als wir durch die Ausstellung gegangen sind, sind wir auf das Auto gestoßen, das bis vor einigen Jahren den Geschwindigkeitsrekord zu Land hielt: Die Thrust II:
Das war ja schon mal ganz cool. Mein Bruder fing dann an mir zu erzählen, dass der Typ aus Beaulieu versucht, das schnellste Auto der Welt, die Thrust SSC in seine Ausstellung zu holen. (Nach Beaulieu fahren wir am Donnerstag.) Dann stand die Turbine der Thrust SSC (SSC = Super Sonic Car) dort rum. Mit der Aufschrift, dass der Rekord 1203,71 km/h beträgt. Dann sind wir in einen Simulator gestiegen, der das Rennen in Nevada simuliert hat, bei dem der Rekord aufgestellt wurde. Und dann… haben wir uns das Rennen noch mal von „außen“ auf einem Bildschirm angesehen. Danach ging die Leinwand hoch und da stand sie dann. Die Thrust SSC. Das schnellste Auto der Welt. War beeindruckend (und ich sage das als ziemlich uninteressierter Auto-Laie.)
Mein Bruder war glücklich. Der Rest der Ausstellung bestand dann aus neueren Autos und un- und motorisierten Zweirädern.
Für mich war das alles nicht wirklich was, aber da er sich die Kathedrale antun musste und sich hier in Bath jetzt noch die Römischen Bäder und das Jane Austen Museum angucken wird müssen, musst ich ihn ja bei Laune halten ;) Um noch eine Zusammenfassung zu Coventry zu bringen: Man sieht der Stadt an, dass sie im II. Weltkrieg zerstört wurde, sie hat so viele Plattenbauten, die mehr funktional sind als schön. Das gibt der Stadt ein zusammengewürfeltes Äußeres, was sie alles andere als schön macht.
Heute morgen sind wir zu Cadbury World in einem Vorort von Birmingham gefahren (Bournville heißt der Stadtteil.) Das war wirklich gut gemacht. Eine Ausstellung von den Anfängen der Schokolade bei den Azteken über den Beginn des Cadbury-Imperiums, die Herstellung, Verpackung, englische Industralisierung und Arbeitsbedingungen bis hin zur Schokoladenverkostung. Viel Wert wurde auf die Entwicklung der „Dairy Milk“ gelegt. Also der Milchschokolade (wahrscheinlich mit der deutschen „Alpenmilch“-Schokolade zu vergleichen.)
Das war wirklich ausgesprochen gut gemacht. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Ausstellung von so vielen Kindern besucht wird. Es wurde dreimal zwischendurch Schokolade verteilt. Die Herstellung der Schokolade wurde auf Videoleinwand mit Bankrütteleffekten und Infrarotlampen dargestellt. Es gab viele interaktive Bildschirme, ein paar Spiele und es gab eine Bahn durch das „Kakaobohnenland“ (so hieß es nicht, aber es ist der treffende Name):
Danach waren wir ziemlich satt, aber lecker war’s:
Im Shop haben wir dann auch noch ein bisschen was mitgenommen und es hat mich echt viel Überredungskunst gekostet, Christian davon abzuhalten die 1kg-Tafel Cadbury zu kaufen. Zum Glück hat er eingesehen, dass die 5kg-Tafel auf jeden Fall zu schwer gewesen wäre:
Gleich im Anschluss sind wir nach Bath gefahren. Das hat soweit auch alles gut geklappt, wir haben das Hostel auch wieder auf Anhieb gefunden. Christian war dann total fertig vom Rucksack- und Tasche-tragen, aber jetzt sitzen wir hier in der Bar unterm Hostel, haben bereits gegessen und ich rege mich über das nicht funktionierende Internet auf. Ansonsten geht’s uns aber gut.
Das Wetter: In Coventry hat es den ganzen Tag genieselt, das war etwas nervig. Heute war es aber eher sonnig und trocken. Die Temperaturen sind kurz über dem Gefrierpunkt, um die 2°C.
2 Kommentare:
Danke für die Postkarte aus Dresdens Partnerstadt Coventry. Die hat die Post scheinbar extra schnell zugestellt. :-)
Viel Spaß beim weiteren Reisen - vor allem in London (Christian ist ganz neidisch auf euch)!
Bis demnächst in Deutschland.
P.S.: Lasst euch nicht vom Wetterchaos in GB unterkriegen!
Aber bitte: lumpige 5kg! Das wäre doch sicher noch in euer Gepäck mit hinein gegangen. Da gibts doch sicher etwas, was weniger wichtig ist, als der Schwimmergruppe etwas mitzubringen! ;-)
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