Wieder hier her lief alles ähnlich gut. Da hatte zwar das Flugzeug ein bisschen Verspätung und ich habe den ersten möglichen Bus vom Flughafen in Liverpool nach Manchester verpasst, aber der zweite kam sogar pünktlich in Manchester an, sodass ich ohne zu hetzen meinen Anschlussbus bekommen hab und der war sogar überpünktlich (das erste Mal, dass ich sowas hier erlebe) in Sheffield. Gegen halb 9 war ich wieder in unserer alten viktiorianischen Villa.
Mit dem Flugzeug sind übrigens auch sehr viele kleine Kinder mitgeflogen. Da gab es die, die wirklich gar nichts gesagt haben und nur etwas Bewegungsdrang verspürten. Dann die, die manchmal etwas lauter wurden, erst recht, wenn sie den Druckunterschied spürten und ihnen die Ohren wehtaten, aber auch die waren total erträglich. Und dann gab es da noch ein Kind. Ein verwöhnter britischer Junge (wahrscheinlich 3 oder 4), der mehr oder weniger auf den Namen Harry Dixon hörte (seine Mutter hat vergeblich versucht, ihn zu ermahnen, etwas ruhiger zu sein indem sie ihn bei vollem Namen nannte. Hat aber nicht funktioniert.) Er gönnte auch seiner kleinen Schwester nicht den Ballon, mit dem er gespielt hatte und krähte rum, sobald sie ihn in der Hand hatte. Er machte sowieso den Eindruck, als könnte er nicht damit umgehen, wenn sich nicht alle Welt um ihn drehte. Und wie sollte es auch anders sein, im Flugzeug hatte ich natürlich genau den Sitz vor ihm erwischt. Es macht viel Spaß, wenn einem in regelmäßigen Abständen in den Rücken getreten wird... Wenigstens hat er nicht die ganze Zeit geplärrt, aber das könnte auch daran liegen, dass er zu jeder Seite ein Elternteil sitzen hatte, die sich die vollen 2 Stunden nur mit ihm beschäftigt haben.
Als ich dann wieder in unserem Haus ankam, wurde mit Spaghetti Bolognese empfangen. Mein Abendessen war also auch gesichert. Da Caroll sich die letzten Tage sehr allein gefühlt hat in dem großen ziemlich leeren Haus, hat es sich wohl so eingebürgert, dass sie und ein Kumpel (Schweizer Erasmus-Student) abwechselnd abends kochen. Und von unserer anderen Haushälfte kam noch ein Däne rüber (der fühlte sich da drüben auch allein) und dann saßen wir zu viert noch ein bisschen rum und tranken Wein.
Unser Weihnachtsbaum (mit Weinflasche und Strongbow im Vordergrund):
Es ist ja nicht mal so, dass außer Caroll niemand im Haus wäre. Es sind eigentlich noch 2 Französinnen da. Aber von der einen ist der Freund da und von der anderen eine Freundin und die lassen sich wohl alle nicht allzu oft blicken.
Zum Fast-Abschluss das Wetter: Es hat gestern nicht geregnet, als ich ankam. Und es ist etwas wärmer als in Deutschland. So warm, dass man eigentlich keine Handschuhe braucht. Das hat sich wahrscheinlich auch mein Unterbewusstsein gedacht und dafür gesorgt, dass ich meine 2,90 H&M-Handschuhe irgendwo liegen lasse. Ich kann mich auch beim besten Willen nicht erinnern, wo das gewesen sein könnte.
Und jetzt ist es neblig (es ist fast 12).
Ich wünsche allen einen guten Rutsch heute nacht und ein gesundes frohes Jahr 2009!
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