Samstag, 27. September 2008

die letzten 3 Tage...

... ist nicht so viel passiert.

Ich bin jetzt offizieller Student der University of Sheffield, mit Ausweis und allem drum und dran. Dann war ich auf meiner ersten Party hier. Die war nicht sonderlich berauschend. Ich wusste gar nicht, wie langweilig Partys sein können, wenn man in 2 Stunden nur ein einziges Lied kennt. Heute geh ich allerdings wieder weg, diesmal mit anderen Leuten und zu Musik aus den 70ern und 80ern. Ich hoffe, dieses permanente Oldie-FM-Gehöre meines Vaters hat mich gut auf diese Party vorbereitet, so dass ich diesmal ein bisschen mehr kenne. Dies war die Band, die auf der Party gespielt hat. Seht ihr die Brustbehaarung des Schlagzeugers? Wirklich lecker...



Gestern (also Freitag) war ich mittags beim "Sports Fair". Das ist eine Uni-Veranstaltung auf der sich alle Uni-Sportclubs vorstellen. Eine Art Messe also. Da hab ich dann rausgefunden, wie teuer das Uni-Schwimmen ist. Das hat's in sich: 28 Pfund pro Monat plus einmalig 35 Pfund. Es ist nur deshalb so teuer, weil man dem Fitnessclub der Uni beitreten muss. Der Vorteil dabei: Ich kann in den reichlich 4 Monaten, die ich noch hier bin pro Woche 3 mal zum Training gehen. Kann jederzeit (also zwischen 7 und 21 Uhr) die Schwimmhalle für eigenes Training nutzen, kann die Sauna und den Fitnessraum nutzen. Dazu kann ich noch zu sämtlichen angebotenen Kursen gehen (ich denke, ich werd fast alle mal ausprobieren, bei einigen weiß ich nämlich nicht, was der Name bedeutet). Die Kurse gehen von Yoga (werd ich nicht ausprobieren) über Pilates (ebenfalls nicht) über Box Fit (werd ich ausprobieren) bis hin zu Spinning (probier ich auch aus) und noch viele, wo ich mir wirklich gar nichts drunter vorstellen kann. Kurse zur Kräftigung der Rückenmuskulatur sind leider nicht dabei, das muss ich wohl alleine machen. Entscheiden muss ich mich aber frühestens Ende nächster Woche. Hab also noch Bedenkzeit und kann das Training dort auch erstmal ausprobieren. Zumindest weiß ich schon mal, dass es da auch Menschen gibt, die viel schneller sind als ich (aber es gibt wohl auch langsamere Menschen). Die, mit der ich gesprochen hatte, schwimmt um ne Minute auf 100F... Das ist nicht meine Liga (aber sie kann kein Brust... hihi) Ich freu mich jedenfalls sehr auf nächste Woche. Endlich geht die Uni los und ich kann den ganzen Sport ausprobieren.

Verstehen tu ich die Menschen hier übrigens entweder mittlerweile besser oder ich habe mich daran gewöhnt, dass ich sie schlecht verstehe. Aber eigentlich vermute ich beides. Der Yorkshire-Akzent ist immer noch schwer zu verstehen. Es ist so, als wären wir (also "wir" Deutsche) in Bayern und die fangen an, "bayrisch" zu reden. Da verstehen wir auch kein Wort.

Wir (Johanna-Schweden, Carmen-Spanien (ihr Akzent ist echt schwer zu verstehen)) waren heute beim Squash. Der Uni-Sport stellt sich nämlich nicht nur auf dieser "Messe" vor, sondern man kann auch ein paar mal kostenlos hingehen und ausprobieren, ob es einem denn wirklich gefällt. Es hat wirklich Spaß gemacht und war recht anstrengend. Das Spielen hab ich halbwegs hinbekommen, aber die Angaben waren irgendwie zu schwer für mich. Das hat nicht sonderlich oft geklappt. Wir gehen nächsten Samstag wahrscheinlich nochmal.
Auf dem Rückweg hab ich mich mit einer Britin unterhalten und es ging (wie häufig ;) um die Landesunterschiede. Ich sprach sie auf die Schilder in den Bussen an, auf denen sinngemäß steht, dass die Busfahrer das Recht haben, ihren Job auszuführen, ohne das ihnen Gewalt angetan wird. Dazu kommt noch, dass hier die Busfahrer hinter einer Plexiglasscheibe sitzen. Und beim Willkommenstreffen von dem Studentenviertel hier, erwähnte die Frau, die für die Unterkunft verantwortlich ist, auch, dass wenn es zu Mobbing und Gewaltätigkeiten kommt, ernste Strafen verhängt werden. (Mobbing ist übrigens kein wirklich englisches Wort, bullying heißt es hier.) Die Britin erzählte mir darauf hin, dass es in weiterführenden englischen Schulen sehr häufig zu sehr extremen Mobbing kommt. Und im Gegensatz zu Deutschland kommt es hier wohl vor allem unter Mädchen im Teenageralter zu psychischer und physischer Gewalt. Es ist ja nun nicht so, dass es in Deutschland gar kein Mobbing gäbe, aber so extrem kenn ich es eigentlich nicht.

Beim nächsten Post gibt's übrigens wieder ein paar mehr Fotos. Wir fahren nämlich morgen zum Chatsworth House (was auch immer das ist), und ich werde ein paar schießen :)

Das Wetter ist heute übrigens wieder traumhaft. Die Sonne hat schon den ganzen Tag geschienen. Die letzten zwei Tage war's nicht ganz so toll, aber es hat nicht geregnet und die Sonne kam immer mal wieder durch.

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