Dienstag, 7. Oktober 2008

Heute war mal wieder einer dieser Tage...

... an denen fast nichts so lief wie es sollte. Schon beim Aufstehen zu dieser wirklich fiesen frühen Stunde wusste ich, dass ich lieber im Bett hätte bleiben sollen. Es hat schon früh geregnet. Nachdem ich dann 4 Stunden mit 2 riesigen Tassen heißer Schokolade im Café der Uni verbracht hab (okay, dieser Teil des Tages war nicht so schlecht), wollte ich dann nach meiner letzten Stunde frohen Mutes heimgehen. Stattdessen hat es aber geregnet, und ausnahmsweise nicht nur genieselt, sondern richtig geschüttet, sodass meine Jeans innerhalb von Minuten ziemlich nass war. Nachdem ich dann mit dem Bus heimgefahren bin, wollte ich noch etwas essen, bevor ich zum Training wollte. Mein erster Plan war, den Milchreis von gestern aufzuwärmen (der mir beim ersten Mal schon leicht angebrannt war). Da ich natürlich noch schnell meine Mails checken wollte, bin ich schnell hoch in mein Zimmer und nach gefühlten 2 Sekunden wieder runter. Da war der Milchreis aber schon hoffnungslos angebrannt und der Topf verdammt schwarz. Der zweite Plan war überbackener Toast. Der schimmelte allerdings schon. Aber ich gab nicht auf: Und der Reis mit Ei (auch nicht die gelungenste Kreation) war dann im essbaren Zustand. Während meines Kochabenteuers habe ich übrigens auch noch die Übergangsleiste zwischen Linoleum und Teppich in der Küche abgerissen... Die eine Seite stand sowieso schon etwas hoch und dann bin ich eben ein letztes Mal mit meinem Hausschuh daran hängen geblieben.

Das Training baute mich dann wieder etwas auf. Es war ein ganz angenehmes, sprintlastiges Programm (bis jetzt waren die Programme wirklich alle sehr abwechslungsreich - gefällt mir gut). Etwas kurz war es vielleicht, wir haben 10 min später angefangen und zum Schluss sind wir Staffeln geschwommen - die bestehen ja dann meistens mehr aus Warten als aus Schwimmen. Aber es wurde der erste Wettkampf groß angekündigt: Cambridge am 25.10. Es ist eventuell der einzige Wettkampf außerhalb von Sheffield, also wurde wärmstens empfohlen, hinzufahren. Es wurde auch ausdrücklich auf die riesige Party nach dem Wettkampf hingewiesen. Wir werden dort auch übernachten. Leider dürfen pro Strecke nur 2 Personen von einer Uni starten, ich hoffe also, dass es hier nicht allzu viele Brustschwimmer gibt, aber meine 50F kann ich wohl vergessen. Wir schwimmen hier übrigens auf einer 33,3m-Bahn. Ist ein bisschen merkwürdig. Und warum die eine Seite flacher ist als die andere, obwohl es weder Türme noch Startblöcke gibt, weiß wahrscheinlich auch nur der Architekt.

Gestern war ich zum vorerst letzten Mal in Ponds Forge schwimmen. Hier ein Bild von der Halle, wie sie im Trainingszustand aussieht:



Etwas schade find ich das ja schon, dass ich da jetzt nicht mehr hingehe. Hatte gerade angefangen, mich an die Leute dort zu gewöhnen. Und dort haben wenigstens die etwas älteren Frauen nackt geduscht. Beim Uni-Schwimmen duscht nämlich niemand nackt (außer mir). Das werd ich hier wohl nie verstehen, warum die sich hier so schämen, sich nackt umzuziehen. In Ponds Forge ist gestern einem Mädchen (vielleicht 11), das Handtuch beim umziehen runtergerutscht. Das war ja ein halbes Drama...

Mittlerweile war ich schon zweimal im Kino. Das erste Mal im öffentlichen Kino zu "The Duchess" (alles verstanden hab ich nicht, aber ausreichend viel um den Film zu verstehen). Es ist ein typischer Frauenfilm und ein Teil davon wurde am Chatsworth-House gedreht, das wir ja besichtigt hatten und deshalb mussten wir den Film unbedingt sehen. Den zweiten Film haben wir im Studentenkino gesehen: "Son of Rambow", den ich bereits in Dresden gesehen hatte. Diesmal saßen wir aber nicht nur zu zweit im Kino :) Die Mädels fanden den Film alle gut. Es geht um zwei 11(?)-jährige Jungs in den 80ern, die sehr unterschiedlich sind und sich anfreunden. Sollte er mal im Fernsehen laufen, ist er auf jeden Fall sehenswert.

Ansonsten habe ich mich jetzt doch ziemlich gut eingewöhnt. Mit den Mädels hier komm ich soweit klar. Mit ein paar Leuten an der Uni hab ich mich auch schon angefreundet (und es ist sogar einer dabei, der kein Erasmus-Student ist!!!). Und mit den Leuten beim Uni-Schwimmen geht das hoffentlich auch schnell. Es gibt dort ja noch einige mehr außer mir, die neu sind und morgen abend ist das "Social" (Wort für gemeinsame Unternehmungen im Rahmen einer bestimmten Gruppe - wenn meine TG in DD zum Beispiel wandern geht, ist das auch ein "Social"). Hier besteht das aber meistens aus Trinken. Davor geh ich allerdings wieder ins Kino. Zu "Happy Go Lucky" - ich bin gespannt, kostet aber nur 1,80Pfund, da kann man schon mal hingehen.

Für alle, die sich noch mehr Fotos ansehen wollen: Bilder

Das Wetter: ist ziemlich mies im Moment. Nachmittags kam mal kurz die Sonne raus, ansonsten hatt es heute nur geregnet (und gestern auch).

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Happy Go Lucky", kann ich nur als empfehlenswert bezeichnen.
Ich fand den Fahrlehrer Scott ja recht nett und so ausgeglichen ... ;-)

Katja hat gesagt…

Ich fand den Film auch Klasse. Geh aber nicht mit Bauchmuskelkater hin ... :-)