Freitag, 17. Oktober 2008

eine stressige Woche

Sorry erstmal, dass ich das Schreiben etwas schleifen lassen hab. Ich versinke im Moment etwas in Hausaufgaben. Die meisten sind immer bis Donnerstag zu machen und pünktlich vorm Wochenende bekommen wir dann die neuen Aufgaben, damit bloß keine Langeweile aufkommt. Einige Sachen möchte ich euch aber doch nicht vorenthalten (und um euch zum Lesen zu animieren: das Beste kommt natürlich zum Schluss ;)

Letzten Samstag habe ich für 3 von den 4 Leuten, bei denen ich die ersten 4 Tage gewohnt habe, gekocht. Die Vierte musste leider arbeiten. Und ausnahmsweise ist tatsächlich mal fast nichts schiefgegangen. Alles, was runtergefallen ist, war nur Besteck und kein Essen. Es ist nichts angebrannt. Das einzige Manko waren die Hähnchenbrüste... die waren doch etwas salzig. Aber der Nachtisch (Crêpes mit Vanilleeis, Schlagsahne, Nutella, Bananen, Marmelade, Zimt-Zucker - nicht alles auf einmal, sondern nach belieben) war klasse.

Danach waren wir dann bei der Intro-Fiesta! Eine Party, auf der fast nur Austauschstudenten anzutreffen waren. Es war aber trotzdem ganz lustig - von meinen schmerzenden Füßen einmal abgesehen.

Ansonsten ist letzte Woche auch nicht viel passiert. Heute waren wir dann wieder einmal - wer hätte es gedacht - im Kino zu "21". Ein Film bei dem es darum geht, dass Casinos in Las Vegas durch "Zählen" beim Black Jack mehr oder weniger ausgeraubt werden. Ein ausgesprochen unterhaltsamer Film. Danach waren wir in der Bar|One, eine Bar, die zur Uni gehört. Vielleicht ist es noch erwähnenswert, dass das Haupt-Unigebäude hier die Union ist. Darin befinden sich neben einem Ticketschalter, einem Waschsalon, kleinen Uni-Shops (Essen, Bank, Uni-Kleidung, CopyShop) auch das Café Interval, in dem ich ziemlich häufig die Heiße Schokolade mit Sahne und Marshmallows trinke (göttlich!!):





Ferner gibt es besagt Bar|One und das Fusion&Foundry - ein "Club" mit 2 Floors. Partys gibt es dort jeden Tag von Montag bis Samstag. Es geht schon noch vom Preis, aber wenn man wirklich etwas mehr trinken möchte, sollte man auch hier bereits zu Hause anfangen. Preiswert im Supermarkt sind übrigens solche Sachen wie Smirnoff Ice u.ä. "Richtiger" Alkohol wie Wodka pur oder auch Baileys sind dann doch noch etwas teurer als in Deutschland.

Und hier ein Abschnitt, bei dem eure Mitarbeit gefragt ist. Nachdem ich mittlerweile rausgefunden habe, dass die "Umkleide-Gewohnheiten" in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich sein können, möchte ich eine kurze Liste erstellen, in welchen Ländern man sich denn nun in der Frauenumkleide nackt umziehen darf und wo nicht. Wer noch weitere Länder weiß, bitte schreiben! Zuerst die prüden Länder: UK, Frankreich, Brasilien (wobei es hier z.B. aber auch wenige gibt, die sich nackt umziehen. Dann aber auch solche, die das Handtuch um den Körper gewickelt haben, über dem Handtuch den BH zumachen und dann das Handtuch drunter durchziehen... sehr seltsam). Die weniger prüden Länder: Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Polen, Canada. Die Spanier hab ich vergessen zu fragen. Das werd ich aber noch nachholen.

Hier noch ein Foto, von einer meiner Mitbewohnerinnen. Im Hintergrund bitte das Mädel im Schlumpfkostüm beachten. Ich habe heute abend noch 2 weitere Schlümpfe gesehen. Dazu kamen noch 2 Kerle im Schmetterlingskostüm, ein Mädchen als Schmetterling, ein Elefant, ein Dalmatiner, ein Löwe und diverse andere Tiere. Gestern abend sah ich Äpfel, und merkwürdige Gestalten, die einen Zylinder um sich herum trugen, der oben golden und unten schwarz war - was auch immer es darstellen sollte. Warum die Briten so viel Freude am Verkleiden haben, weiß ich nicht. Es ist ein bisschen merkwürdig.



Und dies ist ein Bild von Mittwoch abend. Die waren alle etwas waldmäßig angezogen und der eine hatte halt grüne Luftballons am Körper kleben:



Und dieses Bild zeigt euch die übliche Rocklänge hier:



Hier das Beste vom heutigen Tag: Wie angekündigt gab es heute früh einen Feueralarm (es war angekündigt, dass es in den ersten 2 Uniwochen ist). Da das Geräusch doch sehr nervig ist und uns angekündigt wurde, dass wir die Übung wiederholen müssen, wenn wir zu langsam sind, sind auch alle rausgegangen. Im Moment sind wir 14 Mädchen (eine ist gerade in Frankreich). Seltsamerweise waren wir aber heute früh kurz vor 7Uhr 14 Mädchen und ein deutscher Mathematiker aus Augsburg namens Ben. Es war bereits allgemein bekannt, dass Caroll (die Polin) mit ihm anbändelte, aber es war natürlich die erste Nacht, in der er hier übernachtet hat. Als die Frau von dem Feueralarm wissen wollte, wieviele wir sind und sie es dann endlich gerafft hatte meinte sie auch "Oh, 14 girls and one visitor"... Den beiden war es etwas peinlich, einige waren sehr geschockt (verständlich, früh um 7 bin ich schon allein von der Tatsache, dass ich wach bin geschockt), und einige fanden es sehr lustig (ich z.B. :) hihi). Und nun noch einige Infos über die Dämlichkeit dieses Feueralarms: 1. wir waren zu langsam (gott sei dank nicht zu langsam um die Übung zu wiederholen). 2. Wir sollen doch bitte daran denken wetterfeste Sachen und Schuhe anzuziehen (wir könnten uns ja erkälten, ganz nach dem Motto, lieber zu heiß als zu kalt). 3. Denkt an euer Handy: ihr müsst ja die Feuerwehr anrufen. - Ich hatte einmal falschen Feueralarm im Internat in Dresden. Es war egal, was ich anhatte, aber ich wurde zurück geschickt um das Fenster zu schließen. Was ist mit denen, die nackt schlafen? Lieber verbrennen, als draußen etwas frieren? Und hat die Feuerwehr in Großbritannien keine Decken? Wir dürfen hier drinnen nicht mal eine Kerze anzünden. Wie soll es da eigentlich brennen? Aber was soll's. Bei dem Lärm, den der Alarm macht, möchte man sowieso nur so schnell wie möglich raus. Und ich hoffe, dass mich bei einem echten Feuer keiner zusammenschnauzt, dass ich doch meinen Schirm vergessen hab und jetzt ganz nass werde... - Briten...

3 Kommentare:

Katja hat gesagt…

So jetzt muss ich gleich mal zu Brasilien noch was zur Sauna nachtragen: Es ist verboten dort nackt zu sein, man muss Badebekleidung tragen... upps, naja hat ja keiner gesehen!

Bist du dir bei Dänemark sicher? Als wir in Esbjerg zum Wettkampf waren, hat doch außer uns beiden keiner nackt geduscht. Oder täusche ich mich?

Ich glaube in der USA ist öffentliches nackt duschen auch nicht so in (in Florida ist es sogar laut Gesetzeslage verboten).

Hier noch ein Zitat von einer Website über Amerika "FKK ist dort tabu! Schon ein knapper Bikini kann als öffentliches ärgernis angesehen werden. In manchen Staaten wird vorgeschrieben, wie viel Prozent Po beim Bikini zu sehen sein darf! Männer gehen immer mit fast knielangen Shorts ins Wasser. An den kurzen europäischen Badehosen erkennt man sofort den Touristen. Amerikaner die sich am Strand umkleiden, wird man fast nie sehen. In die Sauna geht man auch in Badesachen. Duschen an öffentlichen Stellen sind immer getrennt nach Männern und Frauen, obwohl kaum nackt geduscht wird. Auch in einem Frauenduschraum gibt es vor jeder Einzelduschkabine eine Umkleideschleuse." (http://www6.fh-eberswalde.de/user/abonadt/amiland.htm)

Susann hat gesagt…

Ja, eigentlich bin ich mir bei Dänemark ziemlich sicher. Wir waren bereits mehrmals dort im Urlaub und es hatte sich keiner zimperlich, was das Duschen ohne Badebekleidung anbelangt. Und in Esbjerg hing doch soger das (etwas übertriebene) Schild mit der Pistole, dass es verboten ist, nicht nackt zu duschen. Und die "Aufsichtsfrau" hat einen böse angeguckt, wenn man nicht nackt geduscht hat...

Also ist es in den USA ähnlich wie hier in UK, nicht direkt verboten, aber ziemlich verpönt, richtig?

Katja hat gesagt…

Du hast recht mit DK, hatte ich doch glatt schon wieder vergessen...

Ja USA denk ich mal ist ähnlich wie die prüden Länder. Und wenn man nach Florida und Duschen goggelt, findet man mehrfach die Kuriosität, das es laut Gesetz verboten ist.

Ist übrigens gut, dass du das nur für die Frauen erörterst, den die Männer stellen sich da im Allgemeinen nicht so an... :-) (also so aus Erzählungen natürlich)

Ausnahmenen bestätigen natürlich die Regel (ich habe gestern eine Frau nackt duschen sehen, und das in Brasilien :-)).